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Mikrobiom 
in Balance:
Geheimnis schöner, gesunder Haut

Das Geheimnis schöner und gesunder Haut liegt in der Zusammensetzung der vielen Mikroorganismen, die auf unserer Haut leben. Entdecke das faszinierende Universum deiner Haut: Das Hautmikrobiom.

Um mehr über dieses spannende Thema zu erfahren, haben wir unsere Expertin, Frau Prof. Dr. Michaela Axt-Gadermann zu einem Interview getroffen. Sie ist nicht nur an der Hochschule Coburg tätig, sondern forscht zudem seit vielen Jahren intensiv in den Bereichen Darm- und Hautgesundheit. Ihre wunderbar geschriebenen und wissenswerten Ratgeber möchten wir an der Stelle nicht unerwähnt lassen.

Frau Prof. Dr. Axt-Gadermann hat uns auf einfache und verständliche Art und Weise über das Mikrobiom der Haut aufgeklärt und uns aufgezeigt, wie wir diesen artenreichen Mikrokosmos auf unserer Haut in Balance bringen und damit unsere Haut gesund halten können. Und genau das möchten wir gerne mit dir teilen.

Bedeutung des Hautmikrobioms für die Hautgesundheit 

frei öl®-Team: Liebe Frau Prof. Dr. Axt-Gadermann, das Thema Hautmikrobiom ist mittlerweile in aller Munde. Und doch stellen wir fest, dass es vielen an tiefergehenden Informationen fehlt und das Thema recht abstrakt in den Köpfen zurückbleibt. Sie forschen auf diesem Gebiet bereits seit vielen Jahren und sind Expertin in Sachen Darm- und Hautgesundheit. Klären Sie uns doch gerne auf: Wie bedeutend ist das Hautmikrobiom für unsere Hautgesundheit? 

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Für die Hautgesundheit spielt das Mikrobiom der Haut eine sehr große Rolle. Forschungsergebnisse haben gezeigt, dass ein gestörtes Hautmikrobiom mit Hauterkrankungen wie z.B. Akne, Ekzemen, Rosazea und anderen Hautproblemen in Verbindung gebracht werden kann. Das Hautmikrobiom scheint also der Wächter unserer Hautgesundheit zu sein.

Was ist eigentlich das Hautmikrobiom und welchen Nutzen hat es für unsere Haut? 

frei öl®-Team: Das klingt sehr spannend. Könnten wir vielleicht noch einen Schritt zurückgehen und Sie erklären uns, was wir uns unter dem Mikrobiom der Haut vorstellen können, und wie es unserer Haut konkret behilflich ist? 

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Das Hautmikrobiom ist ein faszinierendes Ökosystem aus winzigen Mikroorganismen - also mikroskopisch kleinen Lebewesen, die allesamt auf unserer Haut beheimatet sind. 1 cm² Haut enthält rund 1 Million Bakterien, Pilze, Viren und Archaeen. Für viele eine seltsame Vorstellung, dass diese kleinen Organismen unsere Haut bevölkern. Doch sie sind immens wichtig für uns Menschen und das gilt auch umgekehrt. Denn wir leben mit unseren kleinen Mitbewohnern in einer gegenseitigen Symbiose, das heißt, wir liefern den Mikroorganismen Nährstoffe und ein geeignetes Umfeld zum Überleben, und sie wiederum unterstützen uns bei der Gesunderhaltung der Haut. 
Entscheidend für einen intakten Hautzustand ist dabei allerdings die Zusammensetzung unserer Hautbewohner-Gemeinschaft. 

Gibt es eine ideale Zusammensetzung des Hautmikrobioms?

frei öl®-Team: Das wirft direkt die nächste Frage auf. Wie setzt sich ein intaktes Hautmikrobiom zusammen?

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Das Mikrobiom der Haut ist bei jedem Menschen anders zusammengesetzt und damit hochindividuell. Ähnlich wie der Fingerabdruck bei Menschen einzigartig ist, variiert das Hautmikrobiom von Person zu Person. Hinzu kommt, dass wir an verschiedenen Körperstellen unterschiedliche Mikroorganismen beheimaten. Das Gesicht hat also eine andere Mikrobiom-Zusammensetzung als Arme oder Beine. Es gibt daher leider keine exakt definierbare Zusammensetzung des Hautmikrobioms, die für alle Menschen gleichermaßen gut ist. Was für eine Person gesund ist, mag für die andere möglicherweise nicht ideal sein. 
Doch eines können wir mit Sicherheit festhalten, intakte Hautmikrobiome haben eines gemeinsam: die nützlichen Mikroorganismen sind in der Mehrheit. 
Welche Mikroorganismen entscheidend für eine gesunde und schöne Haut sind, habe ich in einem weiteren Interview erläutert:"Hautmikrobiom: Schöne Haut durch Pilze, Viren und gute Bakterien"

Gibt es einen Zusammenhang zwischen Hautmikrobiom und Hautproblemen?

frei öl®- Team: Können wir somit den Rückschluss ziehen, dass gewisse Hautprobleme auf ein gestörtes Hautmikrobiom zurückzuführen sind?

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Das Hautmikrobiom spielt eine große Rolle, vielleicht sogar eine entscheidende Rolle in Sachen Hautgesundheit. Die Forschungen zum Hautmikrobiom laufen seit einigen Jahre auf Hochtouren. Bei Neurodermitis breitet sich beispielsweise ein Bakterium mit der Bezeichnung "Staphylococcus aureus" aus. Je mehr dieser Bakterien sich auf der Haut befinden und je stärker sie sich vermehren, desto schlimmer sind Ekzeme und Juckreiz. In einer eigenen Studie konnten wir nachweisen, dass bestimmte probiotische Bakterien in der Lage sind, diese Staphylokokken zu verdrängen. Bei Akne spielen andere Keime, nämlich Cutibacterium acnes, eine Rolle. Vermehren die sich stark und verdrängen die nützlihcen Hautbakterien, dann enstehen Pickel, Mitesser und Entzündungen. Auch bei sensibler Haut, bei Rosazea und anderen dermatologischen Erkrankungen kann das gesunde Hautmikrobiom gestört sein. 

Wie kann ich das Mikrobiom der Haut schützen?

frei öl®- Team: Das heißt, wir sollten auf unser Hautmikrobiom achten und es schützen. Doch was können wir konkret tun? Haben Sie ein paar Tipps für uns?

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Sie können einiges tun, um das Hautmikrobiom gesund zu erhalten und zu schützen. Ich kann Ihnen dazu gerne einen Überblick über die wichtigsten Do‘s and Dont‘s mitgeben.

Do's:
  • Pflegen Sie regelmäßig soziale Kontakte: Wir stehen in engem Austausch mit unserer Umwelt, geben Bakterien ab und nehmen welche von anderen Menschen auf. Die meisten dieser Bakterien sind nützlich und stärken unser Mikrobiom. Sie unterstützen die Hautbarriere und sorgen dafür, dass das Immunsystem im Gleichgewicht ist. Durch den Kontakt zu anderen Menschen bereichern wir unser eigenes Mikrobiom, stärken das Immunsystem und reduzieren wahrscheinlich sogar das Risiko für Allergien.
  • Achten Sie auf eine mikrobiomfreundliche Pflege: Mikrobiomfreundliche Kosmetikprodukte berücksichtigen die Bedürfnisse des Hautmikrobioms, indem sie wenige oder keine Konservierungsstoffe und mikrobiomverträgliche Duftstoffe enthalten. Zusätze wie präbiotische Pflanzenstoffe oder Stoffwechselprodukte von Bakterien stärken das Hautmikrobiom noch zusätzlich.
  • Kommen Sie regelmäßig ins Schwitzen: Ein paar Mal pro Woche beim Sport ins Schwitzen zu kommen, kann eine gute Möglichkeit sein, Ihr Hautmikrobiom zu stärken. Schweiß dient dem Erhalt der Hautbarriere und dem Schutz vor Umwelteinflüssen. Sich ab und zu mal beim Sport zu verausgaben und den Schweiß – wenn das möglich ist – nicht sofort mit Seife und Duschgel abzuspülen, tut der Haut und dem Mikrobiom deshalb gut.
  • Stärken Sie das Darmmikrobiom: Das Darm- und das Hautmikrobiom stehen in einer engen Verbindung. Wenn es um gesunde Haut, eine starke Hautbarriere und ein gesundes Hautmikrobiom geht, sollte man sich deshalb auch um den Darm kümmern. Gut fürs Darmmikrobiom ist eine ballaststoffreiche Ernährung, vor allem viele präbiotische Ballaststoffe. Dies findet man u.a. in Lauchgemüse, Zwiebeln, Spargel, Haferflocken, Cranberries, Mandeln, noch etwas grünen Bananen etc. Wichtig sind auch Omega-3 Fettsäuren für die nützlichen Darmbakterien, enthalten in Fisch, Leinöl, Rapsöl, Leinsamen oder Walnüssen. Außerdem lieben die Darmbakterien auch Polyphenole. Das sind Pflanzenstoffe mit besonderer Schutzfunktion für die Haut. Diese findet man unter anderem in grünem und schwarzem Tee, in dunklen Beeren und intensiv gefärbtem Gemüse, aber auch in Kaffee und dunkler Schokolade. Die Pflege des Darmmikrobioms führt zu einem gesunden Hautmikrobiom, das Ihre Haut zum Strahlen bringt.

Dont‘s:
  • Vermeiden Sie desinfizierende Haushaltsreiniger: Eine zu sterile, keimfreie Umgebung schadet dem Mikrobiom. Das gilt auch für die Anwendung von Desinfektionsmitteln im Haushalt. Zu wenige nützliche Bakterien im häuslichen Umfeld erhöhen das Risiko für Allergien und einige Hautkrankheiten
  • Halten Sie sich nicht nur in geschlossenen Räumen auf: Studien haben gezeigt, dass der Aufenthalt in einer artenreichen Umgebung, zum Beispiel in einem Waldgebiet, dem Hautmikrobiom guttut und die Regeneration eines geschädigten Hautmikrobioms fördern kann. 
  • Verzichten Sie aufs Rauchen: Studien haben gezeigt, dass bei Rauchern die wichtige Vielfalt (Diversität) abnimmt und es zu Veränderungen in der Verteilung wichtiger Hautbakterien kommt.

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Sie möchten noch wissen, von welchen Produkten und/ oder Inhaltsstoffen Sie in Bezug auf die Gesunderhaltung der Haut besser Abstand nehmen sollten? Auch hierzu gebe ich Ihnen gerne einen kurzen Überblick.

Diese Produkte/ Inhaltsstoffe stören Ihr Hautmikrobiom

  • Desinfektionsmittel: Unterscheiden nicht zwischen krankmachenden Keimen und nützlichen Bakterien. Deshalb reduzieren sie die wichtige Vielfalt des Hautmikrobioms. Desinfektionsmittel im Haushalt sind meistens überflüssig. Hände nur desinfizieren, wenn notwendig.
  • Waschaktive Substanzen in Duschgelen und Seife: Die Hautbarriere lässt sich mit einer Ziegelmauer vergleichen: Nur, wenn genügend Mörtel (Hautfette, Lipide) die Ziegelsteine (Hautzellen) miteinander verbindet, ist die Mauer stabil. Werden mehr Hautlipide durch Wasser, Makeup-Entferner oder Seife herausgelöst, als sich nachbilden können, wird die "Mauer" brüchig und verliert ihre Widerstandsfähigkeit. Verzichten Sie auf aggressive Tenside mit hoher Waschkraft und greifen Sie zu Duschölen oder Produkten mit milden Tensiden, die das Hautfett nicht so stark lösen. 
frei öl®- Team: Dann sagen wir an der Stelle vielen herzlichen Dank für diese wertvollen Informationen und wir freuen uns, Sie für weitere Detailfragen noch häufiger zurate ziehen zu dürfen?

Prof. Dr. Axt-Gadermann: Sehr, sehr gerne. Ich freue mich auf unsere nächsten Treffen.

Produktempfehlung für ein gesundes Hautmikrobiom 

Wir von frei öl® möchten dir gerne unsere Produktempfehlungen an die Hand geben, damit auch du dein Hautmikrobom optimal pflegen und gesund erhalten kannst.
Verwende milde Reinigungsprodukte
Vermeide aggressive Reinigungsprodukte und Seifen, die dein Hautmikrobiom aus dem Gleichgewicht bringen können. Wähle stattdessen sanfte, pH-hautneutrale Reinigungsprodukte, die die Haut gründlich reinigen, ohne dabei die guten Bakterien und den Säureschutzmantel zu stören.


Füttere die Haut mit Präbiotika
Präbiotika sind wichtiges Bakterienfutter und ernähren sowohl die nützlichen Bakterien im Darm als auch auf der Haut. Gleichzeitig hemmen sie Wachstum und Vermehrung schädlicher Bakterien. Die Anwendung von Präbiotika in Kosmetika fördert ein gesundes und artenreiches Ökosystem von Mikroorganismen auf der Hautoberfläche. Präbiotika, die der Haut guttun, sind unter anderem Inulin, Beta-Glucan, Glucomannan oder Präbiotika aus Hafer oder Gerste.

Achte auf das Zertifikat  „mikrobiomfreundlich“
Ob Kosmetikprodukte deinem Mikrobiom nicht schaden, und es im Idealfall sogar stärken und verbessern, lässt sich an bestimmten Zertifikaten erkennen, die das Produkt als „mikrobiomfreundlich“ ausweisen. Dazu wird in Speziallaboren die Wirkung von Kosmetika auf die Bakterien des Hautmikrobioms untersucht.

Wähle eine Pflege mit Vitamin B 3 (=Niacinamid)
Vitamin B 3 ist in der Lage, die Talgproduktion der Haut zu regulieren und regt dabei noch die Produktion von Ceramiden an. Ceramide sind übrigens ein wichtiger Bestandteil unserer Hautschutzbarriere. Bei Neurodermitis und trockener Haut besteht oft ein Mangel an Ceramiden. Fülle diese daher mit geeigneten Hautpflegeprodukten auf.

Stärke deine Hautbarriere mit natürlichen Ölen
Natürliche Öle sind besonders mikrobiomverträglich, da sie die nützlichen Bakterien auf der Haut fördern. Im Gegensatz zu synthetischen Ölen, Mineralölen oder Vaseline können sich natürliche Öle teilweise sehr gut in die Hautbarriere integrieren und diese dadurch stärken. Jojobaöl ist sehr gut geeignet, deine Hautbarriere zu stärken, denn es ist dem natürlichen Hauttalg sehr ähnlich und enthält größere Mengen so genannter „Wachsester“, die eine geschwächte Hautbarriere reparieren können. Öle kommen ohne Konservierungsmittel und Emulgatoren aus.

Feuchtigkeitspflege
Eine ausreichende Feuchtigkeitszufuhr ist die Grundlage, um die Hautbarriere zu schützen und das Mikrobiom der Haut intakt zu halten. Greife daher gerne zu Feuchtigkeitscremes, die genau dort ansetzen.